In kühlen Bergkellern reifen Laibe, deren Rinde den Sommer speichert. Tolminc schmeckt nussig und ruhig, Bovški kräftig und anmutig salzig. Dünn geschnitten neben Buchweizenbrot, dick gerieben über Teigwaren, schmilzt er in Pfannen, füllt Rucksäcke, begleitet Gespräche und erinnert an Weidepfade, Glockenklang und aufkommenden Abendwind.
Wenn Wolken tief hängen, duftet die Stube nach Jota: Sauerkraut, Bohnen, Kartoffeln, ein Hauch geräucherter Speck, langsam, geduldig, tröstlich. Dazu dicke Scheiben Brot mit knisternder Kruste. Resten geben morgen Kraft, werden Auflauf, Bergvesper, oder füllen Thermoskannen für Wege, die länger dauern als geplant.
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